Eine Schachuhr auf jedem Handy und Computer
Diese Schachuhr online macht aus einem Handy, einem Tablet oder einem Laptop eine Turnieruhr für zwei Spieler. Jeder hat eine Hälfte des Bildschirms mit seiner restlichen Bedenkzeit in großen Ziffern. Nach deinem Zug tippst du auf deine Hälfte: Deine Uhr stoppt, die deines Gegners läuft. Die laufende Uhr wird weiß, so sehen beide auf einen Blick, wer am Zug ist.
Leg das Handy flach zwischen die beiden Spieler: Der Bildschirm teilt sich in eine obere Hälfte, auf den Kopf gedreht für den Spieler gegenüber, und eine untere. Am Computer oder auf einem Handy im Querformat liegen die Hälften nebeneinander. Keine Installation, kein Konto, und die Seite hält den Bildschirm während der Partie an.
So benutzt du die Schachuhr
- Bedenkzeit wählen. Tippe unten auf eine Vorlage oder dreh die beiden Räder im Satz: Minuten pro Spieler, dann Sekunden pro Zug.
- Partie starten. In freien Partien tippt der Spieler mit Schwarz auf seine Hälfte und startet damit die Uhr von Weiß. Im Turnier startet der Schiedsrichter die Uhr von Weiß.
- Nach jedem Zug tippen, mit derselben Hand, mit der du die Figur gezogen hast. In diesem Moment kommt dein Inkrement dazu.
- Pausieren mit dem Knopf in der Mitte, wenn beide Uhren stehen sollen, dann noch einmal tippen, um weiterzuspielen.
- Zeit abgelaufen, wenn eine Uhr null erreicht: Diese Hälfte bleibt weiß, die Glocke läutet, und beide Uhren stehen. Der Knopf zum Zurücksetzen bereitet eine neue Partie vor.
Jede Hälfte zählt außerdem die Züge ihres Spielers. Am Computer drückt die Leertaste die Uhr des Spielers, dessen Zeit gerade läuft, und P pausiert die Partie.
Bedenkzeiten erklärt
Eine Bedenkzeit schreibt man mit zwei Zahlen: 3+2 heißt 3 Minuten pro Spieler plus 2 Sekunden nach jedem Zug. Das sind die Vorlagen dieser Uhr:
| Bedenkzeit | Übliche Bezeichnung | Nach FIDE-Regeln | Zeit pro Spieler für 40 Züge |
|---|---|---|---|
| 1+0 | Bullet | Blitz | 1:00 |
| 3+2 | Blitz | Blitz | 4:20 |
| 5+0 | Blitz | Blitz | 5:00 |
| 10+0 | Schnellschach (online) | Blitz | 10:00 |
| 15+10 | Schnellschach | Schnellschach | 21:40 |
Die FIDE-Regeln kennen zwei schnelle Kategorien. Blitz: höchstens 10 Minuten pro Spieler. Schnellschach: mehr als 10 und weniger als 60 Minuten. Mit Inkrement zählt die Regel 60 mal das Inkrement zur Grundzeit: 15+10 gilt als 25 Minuten. Onlineseiten ordnen etwas anders ein. Chess.com schätzt eine Partie mit 40 Zügen, also Grundzeit plus 40 mal Inkrement, und nennt alles unter 3 Minuten Bullet, 3 bis unter 10 Minuten Blitz und ab 10 Minuten Schnellschach.
Inkrement und Verzögerung
Das Inkrement, das du hier einstellst, ist ein Fischer-Inkrement, benannt nach dem Weltmeister Bobby Fischer. Er meldete 1988 ein Patent auf eine digitale Uhr an, die nach jedem Zug ein paar Sekunden gutschreibt, erteilt wurde es 1989. Die Idee beendete das traurige Bild von Spielern, die eine gewonnene Stellung auf Zeit verloren: Solange du schneller als das Inkrement ziehst, steigt deine Zeit. Nach FIDE-Regeln gilt es ab dem ersten Zug. Auf dieser Uhr kommen die Sekunden dazu, wenn du nach deinem Zug tippst, solange deine Zeit noch nicht abgelaufen ist.
Manche Uhren bieten stattdessen eine Verzögerung: Bei der einfachen oder der Bronstein-Verzögerung sind die ersten Sekunden jedes Zugs frei, nicht genutzte Sekunden werden aber nicht gutgeschrieben. Diese Uhr arbeitet nur mit Inkrement, wie heute die meisten Turniere und Onlinepartien.
Die Uhrenregeln in Kürze
Aus den FIDE-Regeln, gültig seit dem 1. Januar 2023:
- Dieselbe Hand: Ein Spieler muss die Uhr mit der Hand drücken, mit der er gezogen hat, und darf den Finger nicht auf der Uhr lassen oder die Hand darüber halten (Artikel 6.2.3).
- Fallblättchen: Die Zeit gilt als abgelaufen, wenn der Schiedsrichter es feststellt oder ein Spieler es zu Recht reklamiert (Artikel 6.8).
- Zeit abgelaufen: Wer seine Zeit überschreitet, verliert, außer der Gegner kann durch keine Folge regelgemäßer Züge mattsetzen, etwa mit blankem König. Dann ist die Partie remis (Artikel 6.9).
Diese Uhr hält beim ersten Fallblättchen an. Die Remisregel wenden die Spieler selbst an, mit einem Blick aufs Brett.
Die Bedenkzeit gut einteilen
- Teil deine Zeit durch etwa 40 Züge, um ein Budget pro Zug zu bekommen. Gib dann mehr in kritischen Stellungen aus und weniger bei offensichtlichen Zügen.
- Spiel bekannte Eröffnungen schnell und heb dir die Reserve fürs Mittelspiel auf.
- Meide die Zeitnot: Ohne Inkrement und mit weniger als einer Minute ist selbst eine gewonnene Partie schwer zu Ende zu spielen.
- Nutze das Inkrement im Endspiel: Ziehst du schneller als das Inkrement, steigt deine Zeit.
- Schau auf beide Uhren: Ist dein Gegner knapp in der Zeit, halte die Stellung kompliziert.
Welche Bedenkzeit passt zu wem?
- Einsteiger und Kinder: 15+10 oder 10+5. Das Inkrement nimmt den Druck, und es bleibt Zeit, über Drohungen nachzudenken.
- Vereinsabend mit vielen Runden: 5+0 oder 3+2, so passen viele Partien in einen Abend.
- Training der Eröffnung: 10+0, schnell genug für viele Partien, langsam genug, um Fehler zu bemerken.
- Bullet mit 1+0: nur für Geübte. Hier entscheidet oft die Uhr, nicht das Brett.
Nicht nur für Schach
Jedes Spiel zu zweit, bei dem man abwechselnd zieht, funktioniert mit dieser Uhr: Dame, Go, Scrabble oder eine Debatte, in der beide Seiten gleich viel Redezeit haben. Für einen einfachen Countdown nimm den Online-Timer, und um eine Dauer zu messen, die Stoppuhr.